Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Flugblatt: Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, Arbeitskreis Asyl und Jugend ohne Grenzen

Von Patrycja Przybilla

Die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan ist laut Flüchtlingsrat Baden-Württemberg für diesen Mittwoch, 22.02.2017 geplant. Gegen Abschiebungen in ein Land, in welchem Krieg, Terror und Chaos vorherrschen, protestieren Arbeitskreis Asyl, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg sowie Jugend ohne Grenzen am Mittwoch, 22.2.2017 ab 17 Uhr auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Die Veranstalter der Kundgebung machen darauf aufmerksam, dass es die suggerierte Sicherheit in Afghanistan nicht gibt: Denn der Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNCHR) berichte, dass ganz Afghanistan im bewaffneten Konflikt stehe, das Auswärtige Amt rate von Reisen ab, das Rote Kreuz habe sich zurückgezogen nachdem Mitarbeiter bei einem Anschlag getötet wurden und mehrere Bundesländer setzen sich aktiv für ein Abschiebestopp ein.

Die Initiativen rufen zum Protest gegen die Sammelabschiebungen nach Afghanistan auf. Auf ihrer Facebook-Seite schreiben sie: „Unser Bundesinnenministerium setzt BAMF Mitarbeiter unter Druck um Asylablehnungen zu produzieren und ignoriert die gefährliche Lage in Afghanistan, um Menschen in das Bürgerkriegsland abzuschieben. Dagegen gilt es, ein Zeichen zu setzen und die Baden-Württembergische grün geführte Landesregierung zu einem sofortigen Abschiebestopp zu bewegen.“

Gábor Halász und Carolin Fromm vom NDR schreiben in ihrem Beitrag „Immer mehr Bundesländer machen nicht mit“  über die unterschiedlichen Reaktionen der verscheidenen Bundesländer und zitieren Bundesinnenminister Thomas de Maizière zur Lage in Afghanistan: es sei „sicherheitsmäßig sehr kompliziert“, aber es gebe sichere Regionen, so de Maizière. 

 

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