Workeer: eine Jobbörse speziell für Flüchtlinge

P1060872

Von Patrycja Przybilla

Drei Monate nach der Einreise fällt für Personen mit Aufenthaltsgestattung und Duldung* das Arbeitsverbot weg: Sie haben dann nachrangingen Zugang zum Arbeitsmarkt bis sie sich 15 Monate in Deutschland aufhalten. Danach muss dieser Personenkreis – der sich noch im Asylverfahren befindet oder eine Duldung erhalten hat – weiterhin die Ausländerbehörde bei jeder Stelle um Erlaubnis fragen. Da noch bis zu 48 Monaten Aufenthalt die Arbeitsbedingungen wie Mindestlohn von Ausländerbehörde und Agentur für Arbeit geprüft werden. Die Zugangsmöglichkeiten für Flüchtlinge zu Arbeit haben sich durch diese erneuerten gesetzlichen Regelungen vom November 2014 etwas verbessert.

Hürden an eine Arbeitsstelle zu kommen gibt es dennoch: ein potentieller Arbeitgeber muss beispielsweise bereit sein die behördlichen Prüfungen abzuwarten. Philipp Kühn (25) und David Jacob (24)  wollen mit einer Ausbildungs- und Arbeitsplatzbörse für Flüchtlinge, den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Seit Ende Juni 2015 besteht, die von den beiden Kommunikationsdesign-Absolventen der HTW Berlin als Abschlussprojekt initiierte Internetplattform www.workeer.de. Hier finden Personen, die Flüchtlingen eine Arbeit anbieten wollen, Freiwillige oder Initiativen auch Informationen und Links zu Zugangsbedingungen zu Arbeit und rechtlichen Voraussetzungen. Arbeitssuchende und Stellen, die eine Beschäftigung ausschreiben, können auf der Seite ein Profil erstellen.

*die kein ausländerrechtliches Arbeitsverbot haben

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.